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Recht / Zivilrecht 
Mittwoch, 15.09.2021

50 cm hoch gespannte Slackline im Freestyle-Bereich eines Fitnessstudios begründet keine Verkehrssicherungspflicht

Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied in einem nicht rechtskräftigen Urteil, dass das Spannen einer signalroten, sich von der Umgebung deutlich abhebenden Slackline in einer Höhe von ca. 50 cm auf einer Breite von 6-8 m in einem Freestyle-Bereich eines Fitnessstudios keinen Zustand darstellt, den ein umsichtiger Kunde des Studios nicht erkennen und sich dagegen mit der gebotenen Aufmerksamkeit nicht selbst schützen könne (Az. 16 U 162/20).

Im Streitfall war die 74-jährige Klägerin Mitglied in einem von der Beklagten betriebenen Fitnessstudio. Nach ihrem eigenen Training war sie über eine von der Beklagten als “Free-Style-Zone“ bezeichnete Fläche gegangen. Zwischen zwei ca. 8 m voneinander entfernten Säulen in dieser Zone war eine signalrote sog. Slackline gespannt, über die die Klägerin stürzte und sich dabei Frakturen am Schien- und am Wadenbein zuzog. Sie begehrt u. a. Schmerzensgeld von rund 12.000 Euro.

Das Landgericht Frankfurt hatte die Klage abgewiesen. Die hiergegen gerichtete Berufung hatte auch vor dem Oberlandesgericht keinen Erfolg. Der Klägerin stünde kein Anspruch auf Schadensersatz wegen der Verletzung einer vertraglichen oder deliktischen Verkehrssicherungspflicht zu.

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