Dipl.-Kfm. Veit Reinhart
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Steuern / Einkommensteuer 
Montag, 13.01.2020

Steuerliche Behandlung von Berufskleidung - Abgrenzung zu bürgerlicher Kleidung

Grundsätzlich können Aufwendungen für „bürgerliche Kleidung“ auch dann nicht (teilweise) steuerlich geltend gemacht werden, wenn die Kleidung nahezu ausschließlich im Beruf getragen wird. Dabei ist zwischen „typischer Berufskleidung“, welche zu Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und zu Betriebsausgaben im Bereich der Gewinneinkünfte führt, und „bürgerlicher Kleidung“ zu unterscheiden.

Aufwendungen für bürgerliche Kleidung sind – im Gegensatz zur typischen Berufskleidung – insgesamt nicht abziehbar, auch nicht teilweise, nicht bei besonders hohen Aufwendungen sowie auch nicht, wenn die bürgerliche Kleidung überwiegend, nahezu ausschließlich oder ausschließlich im Beruf getragen wird.

Als typische Berufskleidung gelten u. a. Schutzkleidung wie Helme und Bürokittel, Monteur-Overall, (weiße) Arztkittel, Sicherheitsschuhe, Amtstrachten, Uniformen oder Diensthemden (z. B. von Polizisten). Die Kosten dafür sind absetzbar.

Hinweis

Umstritten ist die Abgrenzung zwischen bürgerlicher Kleidung und Berufskleidung aber z. B. im Fall einer Trauerrednerin, die schwarzen Anzug und schwarze Bluse und schwarze Schuhe auch privat (z. B. als „festliche“ Garderobe“) tragen kann. Über die steuerliche Abzugsfähigkeit muss nun der Bundesfinanzhof entscheiden (Az. VIII R 33/18).

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Die Fachnachrichten in der Infothek werden Ihnen von der Redaktion Steuern & Recht der DATEV eG zur Verfügung gestellt.

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