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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 10.01.2020

Kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für Hundeführer und Treiber während Gesellschaftsjagd

Das Hessische Landessozialgericht entschied, dass Teilnehmer an einer Gesellschaftsjagd, die als Treiber und Hundeführer eingeladen sind, nicht gesetzlich unfallversichert sind (Az. L 3 U 45/17).

Im Streitfall nahm ein Mann mit Jagderlaubnis auf Einladung der Forstverwaltung als Hundeführer/Treiber an einer Gesellschaftsjagd teil, mit welcher die Wildschweinproblematik gelöst werden sollte. Als er mit Jagdhund und unterladener Waffe durch ein Brombeerfeld lief, um in einer Linie mit den anderen Treibern das Schwarzwild herauszutreiben, rutschte er aus und verletzte sich am Knie. Die Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung eines Arbeitsunfalls ab. Sie machte gegenüber der Krankenkasse Erstattungsansprüche für bereits erbrachte Leistungen geltend.

Das Hessische Landessozialgericht hat die Krankenkasse zur Kostenerstattung verurteilt. Nach Auffassung des Gerichts ist der Mann als bewaffneter Treiber und Hundeführer während der Gesellschaftsjagd als Jagdgast nicht gesetzlich unfallversichert gewesen. Eine Unfallversicherung als landwirtschaftlicher Unternehmer scheide aus, da die Gesellschaftsjagd in einem fremden Revier stattgefunden habe. Zum Unfallzeitpunkt sei der verunglückte Mann weder als Beschäftigter noch als sog. Wie-Beschäftigter der Forstverwaltung oder des Jagdleiters tätig gewesen.

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